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ERGEBNISSE

(Dass 10 Eintr?ge kein repr?sentatives, sondern ein verzerrtes Bild eines Weblogs abgeben ist mir bewusst, das selbe lie?e sich aber auch ?ber 20, 30 oder 300 Eintr?ge sagen. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. Die folgenden Aussagen beziehen also auf genau die 10 Beitr?ge, die ich untersucht habe, und stellen nicht den Anspruch dar?ber hinaus G?ltigkeit zu besitzen.)


Verallgemeinernd l?sst sich sagen

Jeder Eintrag behandelt genau ein Thema.
Die behandelten Sachverhalte werden nicht lange ausgef?hrt, meist werden sie nur kurz genannt, eine Bewertung der Sachverhalte ist meistens nur indirekt (zB durch die Kategorie, der der Eintrag zugeordnet ist) erkennbar, immer jedoch knapp.

M?gliche Typologie
a.) Eintr?ge, die mediale Ereignisse thematisieren
b.) Eintr?ge, die Pers?nliches/Prim?res thematisieren

ad a.)
In der ?berzahl.
Die Eintr?ge thematisieren
Fernsehsendungen, Weblogs (hier, hier und hier), Zeitungsmeldungen und Popmusik.

Diese Eintr?ge sind alle nach folgendem Schema formalisierbar:
"DAS habe ich DA gesehen (und finde es SO.)"

Der zweite Teil ("und finde es SO") ist optional, wird oft nicht explizit gemacht, sondern muss aus dem Kontext (Kategorienname, Zusatzwissen des Lesers usw.) erschlossen werden.
Auff?llig ist auch noch, dass die Bewertung, wenn sie direkt gemacht wird, immer verbunden ist mit "meinetwegen", oder "ich", (auch "da" und "da")
Die Eintr?ge machen also ganz explizit darauf aufmerksam, dass hier ein "ICH" spricht, dass also ganz pers?nliche Meinungen ge?u?ert werden.

ad b.)
Eintr?ge, die sich vermutlich auf die prim?re, nicht medial vermittelte Lebensrealit?t der AutorInnen beziehen (wie dieser, dieser und dieser), wie es die Kategorien "Arbeit am Gef?hl" und "Empfindsamkeit" dieser Eintr?ge nahe legen, sind nicht so klar wie diejenigen, die sich auf mediale Ereignisse beziehen. Ihr Kontext bleibt offen, genaue Angaben zu tats?chlich vorgefallenen Geschehnissen oder Gef?hlen gibt es nicht. Diese Eintr?ge haben auch keine Links.


?berhaupt nicht kommen vor:
klassische Tagebucheintr?ge (wie "Heute sch?nes Wetter. Wieder Fischst?bchen gegessen. Mama war b?se. Am Nachmittag musste ich Zimmer aufr?umen. Mal sehen, ob Mama morgen wieder lieb ist."
Gedankensammlung (wie zB in Abfall f?r alle )
Herzensergie?ungen
l?ngere Kommentare/Rezensionen

Es gibt keinen "taping it all-Anspruch" (mit Logbucheintr?gen a la Cornflakes gefr?hst?ckt, taz gelesen), es geht den Autoren offensichtlich nicht darum, s?mtliche Lebensbereiche zu externalisieren oder zu jedem tagesaktuellem Thema Stellung zu nehmen, sondern nur bestimmte Beobachtungen zu posten, die sie eben f?r blogw?rdig erachten. Der oben vorgeschlagenen Typologie folgend sind dies tendenziell eher Beobachtungen im Bereich der Medien, als im Privatleben.
Eben weil kein Anspruch auf Vollst?ndigkeit besteht, gibt es wohl oft lange zeitliche Pausen zwischen einzelnen den Eintr?gen, dann mehrere Eintr?ge knapp nacheinander.


Auch zu sofa geh?rt ein relativ homogene Gruppe von Lesern, die ?hnliche Interessen teilen, die meist selbst Blogs f?hren, und h?ufig kommentieren, auf sofa verlinken und von sofa verlinkt werden.


Die Welt, die diese 10 Eintr?ge von sofa also entwerfen, das Subjekt, das sich hier into existence schreibt, besteht also vor allem aus dem Raum der Medien, also Fernsehen, Zeitung, Internet und deren Inhalten. Sie besch?ftigen sich mit Popmusik, mit Tagesaktuellem wie der Tour de France, mit der Blogosphere. Pers?nliche Erlebnisse und Befindlichkeiten flie?en als Andeutungen ein.

30.7.04 13:31
 



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