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METHODE

Es geht hier nicht darum herauszufinden, wie das biographische Subjekt Peter Praschl (oder die anderen AutorInnen auf Sofa) so lebt, was er denkt, wie es wirklich war oder was er uns durch sein Blog mitteilen/senden will. Das alles wei? ich einfach nicht, und will es (zumindest im Rahmen dieser Arbeit) auch gar nicht wissen. Mit anderen Worten: es herrscht striktes Psychologie-Verbot. Den Autor Peter Praschl kenne ich nicht, deswegen mutma?e ich nicht ?ber ihn, ich kenne nur das Sofa-Blog, und beschreibe eben das.

Es geht hier also darum, dass ich, wenn ich das Sofa-Blog lese, erst einmal nur einen Text, also eine Struktur, die aus Zeichen aufgebaut ist, vor mir habe. Diese Zeichen will ich untersuchen, und nichts anderes.

Die These des Seminars (und dieser Arbeit) ist nun, dass durch diese ganz spezielle Blog-Struktur irgendwie eine ganz spezielle Stimme/ein Subjekt/der Sound von Sofa entsteht. Und genau diesen Sound, und wie er entsteht, will diese Arbeit untersuchen.

Deshalb ist es legitim, alle vier Autoren von Sofa als ein und das selbe Subjekt zu behandeln und gerade so viele Eintr?ge zu analysieren, wie man eben zuf?llig ausw?hlt. W?rde man eine andere Anzahl oder andere Eintr?ge behandeln, k?me man vielleicht zu anderen Ergebnissen. Darum geht es aber gar nicht. Es geht, wie gesagt, darum, zu untersuchen, wie durch die Struktur eines Weblogs "ein Subjekt" entsteht. Dazu k?nnte eigentlich jedes beliebige Blog untersucht werden, meine Wahl fiel eben zuf?llig auf Sofa. Um es nocheinmal zu sagen: Es interessiert also nicht, wie der Praschl so ist, sondern was das so ist, ein Blog, und wie das so ist, das Bloggen.

Praktisch soll das so aussehen, dass ich zuerst mit einem pseudo-ethnologischen (wie passend), verfremdeten Blick ganz banal beschreibe, wie das so aussieht, dieses Sofa-Blog, als h?tte ich noch nie ein Blog gelesen, einfach die Bauteile dieser r?tselhaften Strukur zu beschreiben versuche, wie sieht das aus, was passiert, wenn man da klickt, wie schaut die Umwelt vom Sofa aus usw. (Trotz dieses Blicks, der eigentlich tut, als kenne er den Gegenstand seiner Beschreibung nicht, verwende ich die Fachausdr?cke, die f?r die Teile eines Blogs eben bestehen, weil es l?cherlich und umst?ndlich w?re, sie nicht zu ben?tzen, es geht ja nur darum, so zu tun, als wisse man nicht, wozu die Teile da sind.)

Darauf folgt dann eine Analyse des Inhalts der letzten 10 Posts, die ebenso tut, als h?tte sie keine Ahnung, was sie da eigentlich untersucht, die wieder nur r?tselhafte Zeichen vor sich sieht, die sie irgendwie aus deren Zusammenhang zu erkl?ren versucht.

Die dabei aufgeworfenen Fragen und gemachten Beobachtungen werden dann zu irgendwelchen Ergebnissen f?hren, vielleicht sogar die These st?tzen, dass Blogs Subjekte konstruieren. Der Hauptakzent soll aber jedenfalls auf einer sorgf?ltigen Analyse des Zeichenmaterials liegen. Wenn die eigentlichen "Ergebnisse" dann eher bescheiden ausschauen, soll das nicht weiter st?ren, wenn die grundlegende Problematik, wie die Form eines Blogs seinen Inhalt/seinen Sound/sein Subjekt bestimmt, klar geworden ist. Vielleicht wird auch alles ganz anders, ab jetzt wird\'s jedenfalls ernst.

27.7.04 11:56
 



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